Die 10 größten Mythen

Die 10 größten Mythen

Foto: Leibniz-Institut für Neurobiologie (LIN)

„Tierversuche“ führen als Thema in der Öffentlichkeit immer wieder zu kontrovers und emotional geführten Debatten. Häufig fehlt es dabei an fundierten Fakten, sachlichen Informationen und Hintergründen. Stattdessen wird gerne einseitig argumentiert und damit polarisiert, was im Nachhinein einem Faktencheck oft nicht mehr standhält. So wird oft der Einsatz von Tierversuchen für die Entwicklung von Kosmetika kritisiert. Tatsächlich ist dies bereits seit 1998 durch das deutsche Tierschutzgesetz verboten. Auch auf EU-Ebene gelten hierzu seit 2004 weitreichende Regelungen, die nochmals 2009 und 2013 verschärft wurden. Oder es wird daran Kritik geübt, dass Wissenschaftler Tierversuche an Menschenaffen durchführen. Doch auch hier gilt: Solche Versuche sind gemäß einer EU-Richtlinie verboten. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die allerdings gesetzlich sehr streng geregelt sind. In Deutschland wurden zuletzt 1991 Versuche an Menschenaffen durchgeführt. Anders als gerne behauptet wird, nutzt die Wissenschaft für ihre wissenschaftlichen Experimente auch keine Tiere, die von der Straße gefangen wurden. Vielmehr bezieht sie ihre Versuchs-Tiere von zertifizierten Betrieben, die speziell zu diesem Zweck züchten.

 

Dies zeigt: Die Wissenschaft muss noch besser über ihre Arbeit informieren und aufklären. Dazu hat sie ihre Bereitschaft mit der Basler Deklaration vom 30. November 2010 erklärt. Darin haben sich mehr als 60 Wissenschaftler aus der Schweiz, Deutschland, England, Frankreich und Schweden unter anderem dazu verpflichtet, sich einem offenen und vorurteilsfreien Dialog mit der Öffentlichkeit zu stellen. Und: Sie rufen damit Kollegen weltweit auf, es ihnen gleich zu tun. Insbesondere aber verpflichten sie sich in der Deklaration wiederholt ihrer obersten Maxime – das Handeln nach den sogenannten „3R“-Grundsätzen. Seit dem 5. Oktober 2011 fördert die „Basel Declaration Society“ die Umsetzung der in der Deklaration festgelegten Ziele. Mit dem Projekt „Tierversuche Verstehen“ will die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen einen Beitrag leisten, die Basler Deklaration umzusetzen.

 

1. Kosmetika werden an Tieren getestet.
2. Biomedizinische Forschung könnte komplett auf Tierversuche verzichten.
3. Tierversuche werden durchgeführt, da sie günstiger und einfacher sind als Alternativmethoden.
4. Viele Versuche werden an Affen, Hunden und Katzen vorgenommen.
5. Für Tierversuche werden Tiere aus der freien Natur oder „von der Straße“ gefangen.
6. Ergebnisse aus Tierversuchen sind wertlos, weil sie sich nicht auf den Menschen übertragen lassen.
7. Es werden unnötig viele Tiere für Versuche eingesetzt.
8. Auch Menschenaffen wie Gorillas und Schimpansen werden für Tierversuche verwendet.
9. Versuchstiere werden unerträglichen Schmerzen und Leiden ausgesetzt.
10. Grundlagenforschung dient nur der Neugier der Wissenschaftler, sie hat keinerlei Nutzen für die Menschheit.

 

 

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