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13 Kommentare

  • Kommentar zum Beitrag “https://www.tierversuche-verstehen.de/behr/”
    Ich bin durch ” Zufall ” auf diese Seite gekommen und finde Ihren Ansatz über diese Problematik zu sprechen , sich auszutauschen, bemerkenswert. Das ist sicherlich ein guter Ansatz und wenn es gelingt, die Emotionalität aus dem Spiel zu lassen um so mehr. Für Ihren Versuch haben Sie meine echte Bewunderung, denn Sie veröffentlichen diese Zeilen mit Ihrem Bild und mit Ihrem Namen und ich denke nicht bei all unseren Mitbürger kann man von “zivilisierte ,vernünftige, friedliebende und kommunikationsstarke “Ansprech- und Kommunikationspartner ausgehen.
    Aber nun zu meiner Meinung zu diesem Thema. Kein Mensch hat seine Krankheiten umsonst! Die Krankheit soll ihm aufzeigen, wo seine Defizite in diesem Leben sind. Durch sein Leiden soll der Mensch an Einsicht und Reife gewinnen, eventuell sein Leben und seine Lebensweise überdenken und die Möglichkeit haben zu einer echten Umkehr seiner Lebensweise und das aus echter gelebter und durchlittener sowie gereiften Überzeugung.Er soll die Möglichkeit besitzen mit Einsicht seine Krankheit zu überwinden oder den Tod zu begegnen.
    Was haben diese armen Tiere mit dem Karma eines uneinsichtigen Menschen zu tun? Dem Mensch ist nicht geholfen und den Tieren auch nicht. Wir sollten den Herrgott nicht ins Handwerk pfuschen.

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  • Es scheinen sich hier ja alle allergrößte Mühe zu geben hochintelligent und abgeklärt zu formulieren.
    Was mich schlicht und spontan sofort stört ist allein schon der Titel “Tierversuche verstehen”,
    der impliziert, dass die meisten nur zu unaufgeklärt wären und deshalb gegen Tierversuche wären.
    Die Wissenden hingegen hätten die besseren Argumente.
    Ich muss mich nicht in die Thematik vertiefen, um zu wissen, dass den Preis die Tiere zahlen.
    Mit ihrem Leben, mit ihrer Lebensqualität. Wofür? Für die, die maßgelblich schlauer sind.
    Der Wert eines Lebewesens liegt für mich in seiner Empfindungsfähigkeit und nicht in seinem Bewußtsein.
    Der einzige höhere Wert des Menschen liegt in seiner mehr oder minder entwickelten Fähigkeit zu Mitgefühl und nicht in seiner Intelligenz. Nur weil er’s kann, macht er mit Tieren, was ihm beliebt. Und erfindet hochkreativ Rechtfertigungsgründe dafür. Im Grunde nur ein Fall von Machtmißbrauch – nichts weiter. Unrecht. Punkt.

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    • Liebe Alexandra Lippert,

      vielen Dank für Ihren sachlichen Kommentar und Ihre Argumente.
      Der Name “Tierversuche verstehen” beschreibt die Absicht, hier Informationen zu Hintergründen, Rahmenbedingungen und Erfolgen von Tierversuchen anzubieten. Sie sollen dazu dienen, dass Leser der Seite Tierversuche rational nachvollziehen können. Insofern möchten wir einen Beitrag zur Versachlichung der Debatte leisten. Ob Nutzer sich einzelne Positionen zu eigen machen, soll ihnen überlassen bleiben.

      Auf der Seite Tierversuche und Ethik stellen wir unterschiedliche ethische Positionen zu Tierversuchen dar https://www.tierversuche-verstehen.de/tierversuche-und-ethik/.

      Sie schreiben: “Der Wert eines Lebewesens liegt für mich in seiner Empfindungsfähigkeit.” Dem trägt das deutsche Tierschutzgesetz explizit Rechnung. Es legt im Wesentlichen fest, dass die Leidensfähigkeit eines Tieres darüber bestimmt, ob es schützenswert ist oder nicht. Je stärker ein Tier dazu in der Lage ist, nach menschlichem Ermessen zu leiden, desto schützenswerter ist es. Die Verfügung über Tiere stößt gesetzlich insbesondere dort an Grenzen, wo Tiere erheblich belastet werden.

      Ihre Redaktion
      Tiervesuche verstehen

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  • Kommentar zum Beitrag “https://www.tierversuche-verstehen.de/behr/”
    “… der sollte dann auch gegenüber jedem Patienten, der auf ein Spenderorgan wartet, vertreten, dass die Therapie, auf die er hofft, unethisch ist, da ihre Entwicklung auf der Nutzung und Tötung von Tieren basiert.”
    Das ist, wie ich finde, ein unzulässiger Umkehrschluss.
    Selbstverständlich _muss_ man auf vorhandenes Wissen zum Wohle der Patienten zurückgreifen. Es wäre unethisch, dieses nicht zu tun.
    Drastisch ausgedrückt: wenn ich in den 40er Jahren als KZ-Häftling unter grausamen Umständen in Menschenversuchen gestorben wäre, würde ich sicher nicht wollen, dass dabei gewonnene Erkenntnisse in Zukunft nicht genutzt werden.
    Das heißt schliesslich nicht, dass man das Zustandekommen der Erkenntnisse gutheißt, aber der Verzicht wäre nicht mit rationalen Gründen zu erklären.
    Würde der Transplantationsarzt sich und den Patienten wirklich dem (zugegeben geringen) Risiko aussetzen, dass der Patient dann sagt: “das kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dann möchte ich diese Transplantation nicht”? – Und was dann?

    Zur Versöhnung: die weiteren genannten Argumente zum Nutzen von Tierversuchen in der Stammzell- und Transplantationsforschung sind in meinen Augen gut genug – ohne dass man mit den Empathien und Emotionen des Lesers spielt, der bei dem kritisierten Argument unmerklich in die Rolle eines Organempfängers gebracht wird. Und aus dieser Sicht ist eine objektive Betrachtung nicht möglich.

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    • Sehr geehrter ‘vincent’,
      Ihre Meinung, dass es im Rückblick moralisch unbedenklich ist Erkenntnisse etc. zu nutzen die unter unmoralischen Bedingungen gewonnen wurden teile ich nicht. Wir erlauben einem Mörder auch nicht den Besitz des Getöteten zu nutzen, obwohl dieser ja nichts mehr davon hat. Im angloamerikanischen Raum ist es ein zentraler Rechtsgrundsatz, dass unrechtmässig erworbenes Wissen von den Justizbehörden nicht verwendet werden darf. usw. usw.
      Sich gegen Tierversuche zu stellen und gleichzeitig davon zu profitieren (mit der ‘Entschuldigung’, dass die Tierversuche ja schon stattgefunden haben) halte ich für einen ganz schwer moralisch zu vertretenden Standpunkt. Aber im Gegensatz zu Ihren und den obigen Beispielen von Erkenntnissen unter unmoralischen/verbotenen Bedingungen darf das Jeder für sich entscheiden weil wir über Tierversuche diskutieren, die als Ergebnis einer ethischen Abwägung erlaubt waren/sind.
      Stefan Treue

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      • Kommentar zum Beitrag “”
        Den Vergleich mit Mörder und Ermordetem finde ich allerdings nicht sehr passend.
        Würden Sie die Erkenntnisse eines Medizinnobelpreisträgers sofort verwerfen, wenn er als Mörder verurteilt wird und diesen Mord vor seinen Arbeiten begangen hat?
        Ich weiß, dass in diesem Fall nicht die Gewinnung seiner Ergebnisse an sich im zweifelhaften Licht erscheint, aber an der Stelle wird auch deutlich, warum ich diesen Vergleich für nicht relevant halte.

        By the way: auch ethische Paradigmen können sich verändern.
        Würde man heute noch Hunde auf Metallplatten stellen, um die tödliche Wirkung von elektr. Strom zu testen?
        Nein? – Und verzichtet man deshalb heutzutage auf Strom?

        Würde man heute noch indigene Bevölkerung kurzerhand umsiedeln, um Atombomben zu testen? – Z.B. in China wohl ja.
        Hier wird die moralische Hürde schon etwas diffuser.

        Aus diesem Grund sind für mich die Verwendung von Daten und deren Zustandekommen zwei unterschiedliche Dinge:
        1) man kann nichts ungeschehen machen, aber man kann das Beste daraus machen
        2) man soll aus moralischen Gründen zukünftig eben nicht alles machen, was möglich ist

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  • Kommentar zum Beitrag “https://www.tierversuche-verstehen.de/warum-ich-tierversuche-durchfuehre/”
    Sicherlich ein interessantes Gespräch.
    Nur – in der Vergangenheit waren weniger die Tierversuche an sich, sondern die Kontrollmaßnahmen in der Kritik (z.B. Tübingen).
    Wie wird sichergestellt, dass die Tierpfleger und Wissenschaftler entsprechend qualifiziert sind und immer den Zustand aller Tiere richtig beurteilen können? Wer sieht und entscheidet zeitnah, ob ein Tier eingeschläfert werden muß? Selbst wenn es trotz schlechtem Zustandes noch innerhalb einer wichtigen Versuchsreihe gebraucht wird? Wie kann man verhindern, dass einzelne Tiere von überehrgeizigen Doktoranden bei tierärztlichen Kontrollen versteckt werden? usw.
    Es gibt selbst in der Nahrungsmittelproduktion nicht genug behördliche Kontrollen, wie soll das bei Tierversuchsanstalten anders/besser sein?
    Spätestens wenn wir diese Fragen auch auf andere Versuchstiere wie Mäuse oder Fruchtfliegen ausdehnen, wird unser Speziesismus deutlich.
    Auch Wirbeltiere, wie Mäuse und Ratten werden schon mal getötet, weil der Platz nicht ausreicht, oder anders gesagt: aus Missmanagement.
    Diese Fragen und dieses diffuse Gefühl, dass die Tiere an sich keinen Wert haben (was passiert mit Tieren, die z.B. aus charakterlichen Gründen sich nicht für bestimmte Versuchsreihen eignen, auch wenn dieses erst nach Versuchsbeginn festgestellt wird?) werden immer einen faden Beigeschmack bei mir hinterlassen, wenn über Tierexperimente diskutiert wird.

    Treue: “Da sie also von sich selbst keine zukunftsbezo- gene Vorstellung haben, wird ihnen durch die Tötung auch nichts genommen, das sie wert- schätzen könnten.”
    Diesen Satz muß ich allerdings kritisieren, besonders da er aus dem Mund eines Wissenschaftlers in der Grundlagenforschung stammt. Als ob wir abschließende Erkenntnisse darüber hätten, wie verschiedene Tierarten die Zukunft und sich selbst wahrnehmen.
    Noch vor einigen hundert Jahren dachten wir, Tiere wären generell nur tumbe Fleischklöpse, die wir ganz nach eigenem Nutzen vorführen und abschlachten können.
    Dass dem nicht so ist, weiß Herr Treue nur zu gut und deshalb fällt dieses Argument als Legitimation weg.

    Reply
    • Eine kurze Korrektur eines Punktes ist angebracht:
      Sie Schreiben “Treue: “Da sie also von sich selbst keine zukunftsbezogene Vorstellung haben, wird ihnen durch die Tötung auch nichts genommen, das sie wertschätzen könnten.” Diesen Satz muß ich allerdings kritisieren, besonders da er aus dem Mund eines Wissenschaftlers in der Grundlagenforschung stammt.”
      Das Zitat stammt nicht von mir, sondern von Frau Wolf, also aus einer ethisch/philosophischen Perspektive. Es spielt in Diskussionen unter Ethikern eine wichtige Rolle um zu begründen, warum die Tötung von ‘sich ihrer selbst nicht bewussten Tieren’ anders zu bewerten ist als von Tieren denen ein ‘Zukunftsbewusstsein’ zugesprochen wird.
      Anmerkungen zu Ihren anderen Punkten folgen.

      Reply
      • Oha, da haben Sie natürlich recht.
        Für diesen Fehler möchte ich mich aufrichtig entschuldigen.
        Meine Einstellung zu dieser Aussage ändert sich dadurch vorläufig jedoch nicht.
        Dass sie von Fr. Wolf kommt macht es eher noch irritierender.

        Reply
  • Kommentar zum Beitrag “https://www.tierversuche-verstehen.de/warum-ich-tierversuche-durchfuehre/”
    wie schon erwähnt brauchen wir eine für alle bereiche geltende moralische messlatte..das leid und die respektlosigkeit die wir den tieren in der massentierhaltung antun und vom verbraucher im grossen und ganzen toleriert wird kann bei dieser ethikdiskussion nicht gesondert stehen..das ist scheinheilig …und es interessiert kein schwein ob der schmerz von der elektrode im hirn stammt oder von den blutigen
    extremitäten..bei tierversuche weiss ich als laie keine lösung .es stösst mich ab, es macht mich traurig aber.. wenn es meinem kind das leben retten würde..mir? ich esse kein fleisch-keine eier aus massentierhaltung-habe kein daunenbett-tierversuchsfreie kosmetik-putzmittel (ich versuchs) aber verzichte nicht auf ein schmerzmittel bei einer nieren kolik…eine andere aussage wäre heuchelei.
    trotzdem finde ich die es “sau”gut das darüber geredet wird.
    petra

    Reply
    • Sehr geehrte Frau Fodermair
      Ihren Wunsch, dass wir bei dem Umgang mit Tieren in allen Bereichen die gleiche moralische Messlatte anlegen sollten teile ich vollständig. Schliesslich macht es für das Leiden eines Tieres keinen Unterschied, wo und warum das Leiden passiert.
      Ihr Unwohlsein beim Thema Tierversuche teile ich ebenfalls. Keine ForscherIn macht gerne Tierversuche und sie sind auch nur erlaubt, wenn es keine Alternativen gibt. Zusammen mit dem Verantwortungsbewusstsein der WissenschaftlerInnen sind das wichtige Garanten, dass Tierversuche so belastungsfrei wie möglich und in Abwägung des möglichen Schadens an den Tieren und der Bedeutung der jeweiligen Forschung stattfinden.
      Stefan Treue

      Reply
  • Kommentar zum Beitrag “https://www.tierversuche-verstehen.de/tierversuche-verstehe-stellt-sich-der-presse-vor/”
    uninformativ!

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