Hintergrund: „Tierversuche in der Wildtierforschung“

Vom Löwen bis zum Wildschwein: Wildtiere leben anders als Haus-, Nutz- oder Labortiere in freier Wildbahn. Die Forschung an diesen Tieren findet zumeist in deren natürlicher Umgebung statt. Doch wann zählt diese Art der Forschung zu den Tierversuchen? Und welchen Nutzen bringen Studien an Fledermäusen, Zugvögeln oder Murmeltieren? Darüber informiert der „Kompass Tierversuche 2024“ auf den Seiten 10 bis 14. Nachstehend haben wir dazu einige nützliche Hintergrundinformationen zusammengetragen.

Informationen zur Forschung mit Wildtieren in Deutschland

In Deutschland gibt es über 48.000 verschiedene freilebende Tierarten (via Bundesamt für Naturschutz). Einige davon sind durch die sich schnell wandelnde Umwelt bedroht. Um zum Artenschutz beizutragen oder aber als Frühwarnsystem zu agieren, werden Tierversuche mit Wildtieren durchgeführt.

Eines der größeren Vorhaben im Zusammenhang mit der Besenderung von Wildtieren ist das Projekt Icarus. Es wurde 2020 unter Mitwirkung des Max-Planck-Instituts für Verhaltensbiologie als deutsch-russisches Gemeinschaftsprojekt gestartet. Die aktuelle politische Situation hat die Partnerschaft jedoch im Frühjahr 2022 beendet. Ein Neustart ist in Planung. Mehr dazu gibt es auf der offiziellen Webseite des Projekts.

Laut BfR-Datenbank Animaltest.info wurden 45.981 Tiere in Anträgen im Zusammenhang mit Wildtieren in Deutschland im Jahr 2022 genehmigt.

Der Gesang der Nachtigallen

Die Neurobiologin Dr. Daniela Vallentin hat die Vorgänge im Vogelgehirn bei Gesängen von Nachtigallen untersucht. Das Forschungsvorhaben geriet zur Zielscheibe von extremen Tierschützern. Auslöser war ein letztlich nicht genehmigter Antrag auf Entnahme von jungen Nachtigallen aus der Natur. Über die Anfeidungen, die bis hin zum Einsatz von Personenschutz führten, aber auch über ihre Forschung erzählt die Forscherin im Interview mit Tierversuche verstehen.

Artenschutz braucht Tierversuche

In diesem Film gibt Tierversuche verstehen einen Einblick in verschiedene Versuche mit Wildtieren, welche Herausforderungen es gibt und wie sie am Ende dabei helfen, zum Artenschutz beitragen. Im Fokus des Videos stehen Murmeltiere, Fledermäuse und Greifvögel.

Die Versuche finden in freier Wildbahn oder in angepassten Feldforschungsstationen statt. Dabei wird ganz besonders auf das Wohl der Tiere geachtet.

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Hat der Eisbär Stress?

Im Tiergarten Nürnberg wird Grundlagenforschung an Tieren wie Eisbären, Flamingos oder Störchen durchgeführt. Sie sollen einerseits die Haltungsbedingungen in Zoos überprüfen, aber auch bei der Arterhaltung helfen. Die indonesischen Hirscheber etwa sind stark durch die Afrikanische Schweinepest bedroht. Um einen Impfstoff zu entwickeln, werden deshalb auch Tests an afrikanischen Schweinearten durchgeführt, die dagegen immun sind.

Einblicke in diese Tierversuche gibt das Video. Mehr zum Thema Afrikanischen Schweinepest findet sich auf der Webseite vom Tiergarten Nürnberg.

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Frau und Fragezeichen

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"Fabeln, Fell und Fakten":