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Nobelpreisträgerin Prof. May-Britt Moser im Interview

„Wenn sie die Tiere mit Respekt und Zuneigung behandeln, dann vollziehen sie saubere Operationen und es wird auf exzellentem Niveau gearbeitet.“

Prof. May-Britt Moser [1], Medizin-Nobelpreisträgerin 2014, spricht im Interview mit der Initiative Tierversuche verstehen [2] über die Notwendigkeit zufriedener Labortiere. „Es ist enorm wichtig, dass Menschen ihre Labortiere auf die bestmögliche Weise behandeln. Dann bekommen sie die besten Ergebnisse“, macht May-Britt Moser deutlich.

Moser erforscht den Orientierungssinn und entdeckte die sogenannten Gitterzellen im Gehirn von Ratten. Gemeinsam mit Edvard Moser [3] und John O´Keefe [4] erhielt sie dafür im Jahr 2014 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Seitdem hat Moser unter anderem Gehirnzellen entdeckt, die die Geschwindigkeit oder die Blickrichtung messen sowie Objekt-Vektor-Zellen, die die Entfernung zu einem bestimmten Objekt messen. Darüber hinaus untersucht die Spitzenforscherin auch das persönliche Zeiterleben.

Im Interview gibt May-Britt Moser eine persönliche Einschätzung, wie weit die Gehirn-Forschung in einigen Jahren sein könnte und äußert sich auch zu den Perspektiven der tierversuchsbasierten Forschung.

Interview: 22. Mai 2019, Leopoldina Halle (Saale)

Interview (DE):

Interview (ENG):